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Das heutige Schulwesen der Siebenbürger Sachsen vor dem Hintergrund seiner Geschichte – auf den Spuren seines Erfolgs
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Logemann, Daniel |
| Copyright Year | 2002 |
| Abstract | Das siebenburgisch-sachsische Schulwesen ist einzigartig in Europa. Seit dem fruhen 14. Jahrhundert urkundlich belegt, behauptet es bis zum heutigen Tag seinen Stellenwert in Rumanien. In einem multiethnischen Umfeld und unter wechselhaften historischen Bedingungen pragte es uber Jahrhunderte die siebenburgische Schulgeschichte. Zunachst war die Kirche Trager der Schulen – nach der Reformation die Evangelische Landeskirche. Gerade von dieser und dem Reformator der Sachsen, Johannes Honterus, gingen immer wieder Modernisierungsimpulse aus, die das Schulwesen zu einem der modernsten in Europa machten und es als solches erhielten. So war der Schulbesuch fur sachsische Kinder beiderlei Geschlechts seit 1722 Pflicht – eine einmalige Erscheinung auf dem Gebiet Sudosteuropas. Im 19. Jahrhundert – vor allem nach der Einbindung Siebenburgens in den rumanischen Staat – mussten sich die Siebenburger Sachsen damit abfinden, dass ihr gefestigter rechtlicher Status abnahm, ja dass das Schulwesen aus den Handen der Sachsischen Landeskirche in die des rumanischen Staates uberging. Doch auch diese Wechsel uberstand das siebenburgisch-sachsische Schulwesen, indem es auch fur andere ethnische Gruppen interessant wurde und blieb. Es konnte in Siebenburgen einen einmaligen Bildungsstandard aufrechterhalten, der mit einem mitteleuropaischem durchaus gleichwertig blieb. So besuchten zunehmend Rumanen und Ungarn siebenburgisch-sachsische Schulen. Gerade nach der Abwanderung der Siebenburger Sachsen, spatestens seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, stellen rumanische und ungarische Kinder bei weitem die Mehrheit an sachsischen Schulen. Dieses Konzept des deutschen Schulwesens fur nichtsachsische Schuler wird auch von den Sachsen voll mitgetragen und garantiert den Fortbestand eines deutschen Schulwesens in Sudosteuropa. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | http://www.zeitschrift-fuer-balkanologie.de/index.php/zfb/article/download/402/376 |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |