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Soziale Ungleichheit im virtuellen Raum : wie nutzen Jugendliche das Internet? Erste Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zu Online-Nutzungsdifferenzen und Aneignungsstrukturen von Jugendlichen
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Otto, H. Kutscher, Nadia Klein, Alexandra Otto, Stefan Iske, Stefan |
| Copyright Year | 2005 |
| Abstract | Das Kompetenzzentrum Informelle Bildung (KIB) an der Fakultat fur Padagogik der Universitat Bielefeld untersucht im Kontext der Bundesinitiative "Jugend ans Netz", gefordert durch das Bundesministerium fur Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Nutzungsstrukturen von Jugendlichen im virtuellen Raum. Im Zentrum dieser Studie, mit der erste Ergebnisse aus der empirischen Begleitforschung vorgestellt werden, steht die Untersuchung der Unterschiede in der Internetnutzung von Jugendlichen verschiedener sozialer Herkunft ("Digital Inequality"). Anhand von Leitfadeninterviews, der ersten Welle einer Fragebogenerhebung sowie der Analyse von Feedbackforen in der Onlineberatung wurde eine grose Bandbreite in der Herangehensweise an das Feld sowohl methodisch als auch in bezug auf die Fragestellungen der Erhebungen gewahlt und Erkenntnisse gewonnen, die uber bisher vorliegende Studien hinausgehen und neue Fragen fur das Feld der Bildungs- und Jugendpolitik aufwerfen. Die Ergebnisse der qualitativen und quantitativen Erhebungen zu Nutzungsweisen und Aneignungsstrukturen von Jugendlichen im Internet zeigen deutlich, dass die soziokulturellen Bedingungen des "Offline-Leben" gravierende Auswirkungen auf die Onlinenutzung haben. Insbesondere der Bildungshintergrund der Jugendlichen sowie ihrer sozialen Umgebung spielt eine zentrale Rolle. So finden sich grose Unterschiede zwischen Personen mit hoherem und niedrigerem formalen Bildungsstand in bezug darauf, wie sie jeweils in der Lage sind, das Internet zu nutzen. Gleichzeitig eroffnet der virtuelle Raum informelle Bildungsmoglichkeiten durch Kommunikation, Interaktion und selbstgesteuerte Informationsaneignung. Auch hier sind allerdings die sozialen Unterschiede sowohl fur den Vorteil durch die Onlinenutzung fur das Leben auserhalb des Internet als auch als Vorbedingungen fur eine erfolgreiche Nutzung von Bedeutung. Die Beteiligung von verschiedenen Gruppen in Onlinestrukturen im Sinne von Meinungsauserung und Interessensvertretung erfordert ebenfalls eine ungleichheitssensible Wahrnehmung der Partizipationsmoglichkeiten unterschiedlicher Gruppen im Netz, die durch ihre jeweiligen sozialen Rahmenbedingungen beeinflusst sind ("Voice Divide"). Durch die vorliegenden differenzierten und den sozialen Kontext miteinbeziehenden Untersuchungen zu Nutzungsdifferenzen von Jugendlichen im sozialen Kontext wird der Mythos aufgebrochen, das Internet fuhre per se fur alle zu demokratischer Beteiligung und Nutzen fur alle. Vielmehr wird deutlich, dass sich auch im virtuellen Raum soziale Stratifizierung reproduziert. Wenn das Ziel ist, allen die kompetente Nutzung des Internet und damit die Teilhabe an informellen Bildungsangeboten zu ermoglichen, ist es erforderlich, dass bei der Entwicklung von Angeboten im Onlinebereich sowohl hinsichtlich ihrer Struktur als auch in bezug auf die darin angesiedelten Themen differenziert und soziale Ungleichheiten beachtend vorgegangen wird. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | https://pub.uni-bielefeld.de/download/2315442/2319791/jugend_internet_langfassung.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |