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Cannabis – Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Kreuter, Michael Nowak, D. Rüther, Tobias Hoch, E. Thomasius, Rainer Vogelberg, Christian Brockstedt, Matthias Hellmann, Andreas Gohlke, H. Jany, Berthold Loddenkemper, Robert |
| Copyright Year | 2016 |
| Abstract | In diesem Positionspapier werden auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Literatur die Gesundheitsrisiken von Cannabis aufgezeigt, zusatzlich werden die bei einigen Krankheiten potenziell symptommindernden Wirkungen diskutiert. Cannabis ist die in Deutschland am weitesten verbreitete illegale Droge. Schatzungsweise 600 000 erwachsene Personen weisen einen missbrauchlichen oder abhangigen Cannabiskonsum auf. Der Cannabiskonsum in der Gruppe der 12- bis 17-jahrigen Jugendlichen erhohte sich von 2011 bis 2014 von 2,8 auf 6,4 %, die Verbreitung des regelmasigen Konsums von 0,2 auf 1,5 %. Derzeit wird in Politik und Offentlichkeit uber den Umgang mit Cannabinoiden debattiert. In die Debatte mussen auch gesundheitliche Aspekte einfliesen. Neben den psychischen und neurologischen wird in diesem Positionspapier besonders auf die bronchopulmonalen und kardialen Nebenwirkungen eingegangen. Als fast gesichert kann die Induktion einer chronischen Bronchitis gelten. Auch allergische Reaktionen einschlieslich Asthma sind beschrieben. Assoziationen mit anderen Krankheiten wie Lungenemphysem, Lungenkrebs und Pneumonien sind nur unzureichend belegt, aber auch nicht ausgeschlossen. Im Zusammenhang mit dem Konsum von Cannabis sind auch kardiovaskulare Ereignisse wie akute Koronar-Syndrome, periphere Gefaserkrankungen und zerebrale Komplikationen bekannt. Oft reicht die Datenlage aus verschiedenen Grunden nicht aus, um feste Aussagen zu machen, vor allem kann in den meisten Veroffentlichungen nicht oder nur unzureichend zwischen den sich uberlappenden Effekten des Tabakkonsums und des Cannabiskonsums differenziert werden. Empirisch ist u. a. mittlerweile sehr gut belegt, dass ein im Leben fruher, hochdosierter, langjahriger und regelmasiger Cannabisgebrauch das Risiko fur unterschiedliche Storungen der psychischen und korperlichen Gesundheit und der altersgerechten Entwicklung erhoht. Sorge bereitet deshalb speziell der Cannabiskonsum bei Kindern und Jugendlichen. Die wissenschaftliche Datenlage zum medizinischen Nutzen von Cannabis als Heilmittel ist nur gering, systematische wissenschaftliche Forschung guter Qualitat, insbesondere prospektive, randomisierte, Placebo-kontrollierte doppeltblinde Studien liegen kaum vor. Aus Sicht der an diesem Positionspapier beteiligten Fachgesellschaften ist festzustellen, dass der Konsum von Cannabis mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist, die in der Debatte um den gesellschaftlichen Umgang mit Cannabinoiden zu berucksichtigen sind. Die beteiligten Gesellschaften stimmen darin uberein, dass noch viele Aspekte hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen von Cannabis offen sind und moglichst mittels kontrollierter Studien geklart werden sollten. |
| Starting Page | 87 |
| Ending Page | 97 |
| Page Count | 11 |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| DOI | 10.1055/s-0042-100040 |
| Volume Number | 70 |
| Alternate Webpage(s) | https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0042-100040.pdf |
| Alternate Webpage(s) | https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0042-100040.pdf |
| Alternate Webpage(s) | http://www.dg-sucht.de/fileadmin/user_upload/pdf/stellungnahmen/Positionspapier_Cannabis_der_DGP_u_a_.pdf |
| Alternate Webpage(s) | https://leitlinien.dgk.org/files/2016_DGP_Positionspapier_Cannabis.pdf |
| Alternate Webpage(s) | https://doi.org/10.1055/s-0042-100040 |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |