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Entwicklung einer anwendungsbezogenen Methodik der Risikobeurteilung am Beispiel ausgewählter Szenarien des Druckbehälterversagens von Erdgasfahrzeugen im Straßenverkehr
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Ganz, Christian |
| Copyright Year | 2018 |
| Abstract | Im Zuge steigender Benzinpreise nimmt derzeit das Interesse an erdgasbetriebenen Kraftfahrzeugen seitens der Offentlichkeit fortlaufend zu. Das zunehmende Interesse fuhrt zu Diskussionen uber die Vor- und Nachteile dieser Technologie, wobei die Erdgasspeicherung unter einem Betriebsdruck von 200 bar (CNG – Compressed Natural Gas) einen zentralen Punkt der Sicherheitsbedenken darstellt. Die Anforderungen der Risikobeurteilung in Deutschland beruhen auf produktbezogenen Beschaffenheitsnormen, die in weiten Bereichen ein Indikator fur das Mas an offentlichtechnischer Sicherheit darstellen. Mit Erfullen dieser Anforderungen tritt die Vermutungswirkung in Kraft, dass der Regulierung der Risiken nach dem derzeitigen Stand der Technik Genuge getan wurde. Eine Wertigkeit des Risikos einer Technologie sowie die Akzeptanz der Gesellschaft werden mit dieser Methode nicht erfasst. Im Rahmen dieser Arbeit wird eine praxisorientierte Methode entwickelt, das Risiko einer Technologie uber seine Faktoren Eintrittswahrscheinlichkeit und Konsequenz zu bewerten und mittels objektiver Masstabe zu beurteilen. Zur Darstellung dieser Methode wird das Risiko des Druckbehalterversagens von Erdgasfahrzeugen fur die Gesellschaft herangezogen, ermittelt und dargestellt. Als Berechnungsgrundlage der Eintrittswahrscheinlichkeit dienen Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Kraftfahrt-Bundesamtes, wobei Faktoren wie Ortslage, Unfallart und Zulassungsdichte von CNG-Fahrzeugen eingebunden und so zu einer Eintrittswahrscheinlichkeit unter bestimmten definierten Bedingungen verknupft werden. Fur die Darstellung der Konsequenz sind keine Quellen fur Daten bekannt. Die Ermittlung der Konsequenzen erfolgt schlieslich uber die Verknupfung und Korrelation verschiedener Informationen zu einer neuen Methodik der Konsequenzermittlung. Die so ermittelten Werte werden mit Werten der Personendichte kombiniert, um so eine Maszahl des Risikos zu erhalten. Die entwickelte Methode stellt mit Hilfe der Risikobeurteilung eine Alternative zu der in Deutschland angewandten Methodik dar. Aus den ermittelten Risikowerten einer Technologie lassen sich anwendungsbezogene Anforderungen an diese formulieren. So wird nicht nur die Sicherheit der Technologie festgelegt, sondern auch gesellschaftliche Akzeptanz berucksichtigt. Unter Zuhilfenahme der Wahrscheinlichkeitsrechnung bietet diese Methodik die Moglichkeit der Abkehr von einer produktspezifischen Beschaffenheitsnorm hin zu anwendungsbezogenen Anforderungen. Eine Einschrankung der Schutzzielformulierung oder der offentlich-technischen Sicherheit ist damit nicht zu befurchten. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | http://elpub.bib.uni-wuppertal.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-3289/dd1205.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |