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Molekulare Analyse der Funktion des TRPC6-Kanals in primären Podozyten der Maus
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Demleitner, Jana |
| Copyright Year | 2016 |
| Abstract | Bisher wurden sieben verschiedene TRPC-Kanale (fur „classical (oder canonical) transient receptor potential“) beschrieben, die in der Plasmamembran tierischer Zellen lokalisiert sind. Diese Kanale gehoren zu einer von sieben Familien der TRP-Ionenkanale, deren Mitglieder an einer Vielzahl von physiologischen Funktionen im Korper beteiligt sind. Im Jahr 2005 konnten in Patienten, die an einer autosomal dominant vererbten Form der fokalen segmentalen Glomerulosklerose (FSGS) leiden, Mutationen der TRPC6-Kanale identifiziert werden, die zu einer Uberaktivitat dieser Kanale fuhren ( sog. “gain-of-function”-Mutationen). Etwas spater (2006) wurden aber auch einige FSGS Patienten entdeckt, die keine „gain-of-function“-Mutationen im TRPC6 sondern funktionslose, sog. „loss of function“-Mutationen der Phospholipase Cɛ (PLCɛ) exprimierten. Diese Daten deuten auf eine funktionelle Interaktion zwischen TRPC6 und PLCɛ in Zellen der Niere hin, die bisher noch nicht naher untersucht worden ist. Beide Proteine konnten sich auch als Zielstrukturen fur eine Pharmakotherapie der FSGS eignen. Die FSGS ausert sich durch eine Storung des glomerularen Filtrationsprozesses in der Niere, wodurch es unter anderem zu einer Proteinurie kommt. In vielen Fallen fuhrt die FSGS terminal zur ESRD („end stage renal disease“), also zu einem akuten Nierenversagen. Glomeruli bilden die filtrierende Einheit der Niere, wobei der eigentliche Filter, welcher im Inneren des Glomerulus lokalisiert ist, aus Podozyten, Endothelzellen und der dazwischen befindlichen Basalmembran besteht. Da TRPC-Kanale unter anderem in Podozyten exprimiert werden, liegt die Annahme nahe, dass diese Zellen durch den vermehrten Ca2+-Einstrom mutierter Kanale bei der FSGS krankhaft verandert sein konnten. Aus diesem Grund wurden in dieser Arbeit Podozyten aus Wildtyp (WT)-Mausen sowie TRPC6 (TRPC6-/-)- und PLCe (PLCe-/-)-gendefizienten Tieren isoliert und umfangreich durch den Nachweis podozytenspezifischer Markerproteine charakterisiert. Zellfunktionen wie Proliferation, Aktinstressfaserbildung, RhoA- und TRPC6-Aktivitat wurden vergleichend in den Zellen der verschiedenen Genotypen analysiert. Es zeigte sich, dass PLCe zwar mit TRPC6 in Zellen des Nierenkortex interagieren kann, aber PLCe-/--Podozyten funktionell in ihrer Angiotensin II-induzierten Aktinstressfiberbildung und GTPγS-induzierten TRPC6-Aktivierung nicht von Wildtyp-Podozyten unterschieden werden konnten, was auf eine redundante Funktion der PLCe-vermittelten TRPC6-Aktivierung hindeutet. Eine Aktivierung von TRPC6 durch PLCe wird wahrscheinlich durch die Stimulation der wesentlich starker exprimierten anderen PLC-Isoform PLCβ1, zumindest in Podozyten, uberdeckt. Eine Expression der klonierten murinen TRPC6-FSGS-Mutanten in primar isolierten Wildtyp- und TRPC6-defizienten Podozyten war fur die Zellen lethal, wodurch die Pathogenitat eines erhohten TRPC6-induzierten Ca2+-Einstroms fur diese Zellen und damit den gesamten Nierenglomerulus in FSGS-Patienten noch einmal nachgewiesen werden konnte. In Zukunft konnten deswegen spezifische TRPC6-Inhibitoren eine Therapieoption zur Linderung der Symptome bei FSGS-Patienten sein. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | https://edoc.ub.uni-muenchen.de/19202/1/Demleitner_Jana.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |