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Entwicklung des technischen Verständnisses im Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe I - untersucht anhand der Konstruktion eines Wasserkraftwerkes mit Hilfe eines Erhebungsinstrumentes basierend auf der Strukturlegetechnik
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Kleinteich, Anja |
| Copyright Year | 2019 |
| Abstract | Es ist unumstritten, dass Technik menschliche Lebensbedingungen nicht nur bestimmt, sondern auch Gesellschaftsformen verandert und die Lebenswirklichkeit beeinflusst. Technische Bildung soll bereits in der Elementarstufe beginnen und wird durch Curricula in der Primar- und Sekundarstufe gesichert. Sie umfasst das analysierende technische Denken als gedankliches Durchdringen technischer Funktionsweisen, Prozesse und Prinzipien (Gesellschaft fur Didaktik des Sachunterrichts 2013). Um den Erfolg technischer Bildung zu evaluieren, macht es Sinn, ein grundlegendes technisches Verstandnis als Ergebnis der Bildungsbemuhungen abzufragen. Wie sich das technische Verstandnis mit seinen analytischen und synthetischen Denkoperationen im Ubergang von der Primar- zur Sekundarstufe I insgesamt entwickelt und sich bei Madchen und Jungen unterscheidet, sollte mit dieser Studie untersucht werden. Mit Hilfe eines Quasi-Langsschnittes wurden insgesamt 428 Schuler/-innen in den Jahrgangsstufen 4 und 6/7 untersucht. Das neu entwickelte Erhebungsinstrument basiert auf der Strukturlegetechnik von Wahl (2013). Mit Hilfe des Instruments sollen die fur die Technik typischen Denkoperationen in Konstruktionsprozessen technischer Systeme erfassbar gemacht werden. Der gewahlte exemplarische konkrete Gegenstand dieser Studie, das Wasserkraftwerk, umfasst das Thema Energie, das sowohl in der Primar- als auch in der Sekundarstufe I curricular gesichert ist. Die Ergebnisse belegen, dass eine Weiterentwicklung des technischen Verstandnisses von der Primar- zur Sekundarstufe I mit einem moderaten Effekt der Schulstufe, der dem Lernzuwachs eines Schuljahres entspricht, stattgefunden hat. Ebenso hat das Geschlecht einen Einfluss auf das technische Verstandnis der Primar- und Sekundarstufenschuler/-innen wobei der Effekt eher gering ist. Erst nach getrennter Betrachtung der dem technischen Verstandnis zugrundeliegenden verschiedenen Denkoperationen ist ersichtlich, dass Jungen in ihren synthetischen Denkoperationen den Madchen um ein Schuljahr voraus sind. Hier ist der Effekt des Geschlechts im hoheren moderaten Bereich. Das Bildungssystem Schule hat demnach (unter Berucksichtigung der Verteilung des Technikunterrichts in den verschiedenen Jahrgangsstufen) bei der Vermittlung des technischen Verstandnisses funktioniert. Jedoch konnte technischer Unterricht noch wertvolle Vorarbeit leisten, um besonders das Interesse der Madchen an technischen Themen zu steigern. Eine gendersensitive Auswahl des Themas ware sicherlich von Vorteil. Weiterhin werden abstrakte Prozesse wie die Wandlung zwischen verschiedenen Energieformen besonders von Grundschuler/-innen nicht intuitiv erfasst. Demnach besteht eine wichtige Aufgabe des technischen Unterrichts darin, Kinder fruhzeitig an technische Grundprinzipen heranzufuhren. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| DOI | 10.17185/duepublico/47841 |
| Alternate Webpage(s) | https://duepublico2.uni-due.de/servlets/MCRFileNodeServlet/duepublico_derivate_00046884/DissAKleinteich.pdf |
| Alternate Webpage(s) | https://doi.org/10.17185/duepublico%2F47841 |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |