Loading...
Please wait, while we are loading the content...
Hat die endotheliale Dysfunktion eine klinische Relevanz? Effekte von PDE-5-Hemmern und Testosteron
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Rosenkranz, Stephanie |
| Copyright Year | 2009 |
| Abstract | Als endotheliale Dysfunktion wird eine Funktionsstorung des Gefasendothels bezeichnet, die mit einer Veranderung seiner vasoaktiven Eigenschaften einhergeht. Kardiovaskulare Risikofaktoren (arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Rauchen, Dyslipoproteinamie, Adipositas) konnen zu einer erheblichen Storung der Endothelfunktion fuhren, die zugleich als Fruhstadium von Gefaserkrankungen anzusehen ist (Abb. 1). Dementsprechend sind zahlreiche Erkrankungen, wie koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinsuffizienz, erektile Dysfunktion, pulmonal arterielle Hypertonie und das Raynaud-Syndrom, mit einer endothelialen Dysfunktion assoziiert. Beim Mann kommt es im Alter zu einem Absinken des Testosteronspiegels. Ein daraus resultierender Testosteronmangel kann mit Veranderungen des kardiovaskularen Risikoprofils und einer gestorten Endothelfunktion einhergehen, die moglicherweise auch ein erhohtes Risiko fur kardiovaskulare Ereignisse nach sich zieht. Pathobiologisch liegt der endothelialen Dysfunktion insbesondere eine verminderte Bioverfugbarkeit von Stickstoffmonoxid (NO) zugrunde, die durch eine Herabregulation der endothelialen NOSynthase (eNOS) in geschadigtem Endothel bedingt ist. Da die Aktivierung des NO-sGC-cGMP-Signalweges entscheidend fur die Relaxation der Gefaswand ist, fuhrt NO-Mangel zu einer Imbalance vasokonstriktiver und vasodilatativer Mediatoren, mit der Folge einer gestorten Vasodilatation. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass Phosphodiesterase-5- (PDE-5-) Hemmer wie Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil, die durch Hemmung der PDE-5 den Abbau von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) verhindern, vasodilatierend wirken und bei chronischer Applikation auch die Endothelfunktion verbessern. So konnte unter anderem bei Rauchern, Diabetikern und Hypertonikern die endothelabhangige Vasodilatation signifikant gesteigert werden. Dieser Effekt kann einen positiven Einfluss auf die Progression verschiedener Erkrankungen haben. Zur Behandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie sind PDE-5-Hemmer bereits zugelassen. Zudem konnte bei Patienten mit Raynaud-Syndrom in mehreren Studien eine Verbesserung der Fingerdurchblutung und der klinischen Symptomatik gezeigt werden. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | https://www.kup.at/kup/pdf/7635.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |