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Die Spaltung der philippinischen Linken und ihre Auswirkungen auf die Landrechtsbewegung
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Wetzlmaier, Marina |
| Copyright Year | 2011 |
| Abstract | Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit einem der drangendsten Probleme auf den Philippinen: Der Landreform und ihrer Umsetzung. Feudale Verhaltnisse, die auf die Kolonialzeit zuruckgehen, sind bis heute fur landliche Armut verantwortlich und ungleiche Besitzstrukturen wurden durch eine neoliberale Agrarpolitik in den letzten Jahren noch verscharft. Eine umfassendes Landreformgesetz existiert auf den Philippinen seit 1988. Jedoch verhindern landbesitzende Eliten und Gesetzeslucken eine konsequente Umsetzung. Das aktive Engagement der philippinischen Landrechtsbewegung ist ein zentraler Schlussel fur eine funktionierende Landreform. Gleichzeitig tragt sie Mitverantwortung fur deren schleppenden Fortschritt. Die Bewegung ist ideologisch gespalten und die einzelnen Lager untereinander verfeindet. In der Arbeit wird auf die Frage eingegangen welche Auswirkungen diese Spaltungen auf die politische Handlungsfahigkeit der Landrechtsorganisationen und auf die Landreform haben. Dazu werden die Hintergrunde der Spaltung sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene analysiert. Lange Zeit war die Kommunistische Partei der Philippinen (Communist Party of the Philippines, CPP) mit ihren bewaffneten Flugel New People’s Army (NPA) ein fuhrender Akteur im Kampf um Landrechte. Interne Krisen und Machtkampfe mundeten jedoch in einem dramatischen Zerfall der Partei. Einerseits fuhrte dies zu einer florierenden Organisationslandschaft. Andererseits konkurrieren die Gruppen seit der Spaltung um Anhanger und um die „richtige“ Strategie im Kampf um die Landreform. Eine Zusammenfuhrung der konkurrierenden Lager scheint unmoglich. Um diese Enwicklungen besser analysieren zu konnen, fuhrte die Autorin Interviews mit landlosen Kleinbauern und Pachtern auf der Halbinsel Bondoc durch. Einige von ihnen kampften zuvor in den Reihen der NPA. Der Fokus liegt auf den Bedurfnissen und Motiven der lokalen Bevolkerung und auf den grosten Herausforderungen im Landreformprozess. Daraus werden Schlusse auf mogliche Szenarien uber die Zukunft der Landrechtsbewegung und der Landreform gezogen. 2014 lauft das Landreformprogramm aus. Es bleibt zu beobachten, welche Strategien und politischen Lager der Landrechtsbewegung sich angesichts dessen durchsetzen werden. Am meisten wird eine erneute Radikalisierung befurchtet. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | http://othes.univie.ac.at/16966/1/2011-11-02_0551031.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |