Loading...
Please wait, while we are loading the content...
Polarisierung der Einkommensverteilung als strukturelle Ursache der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Stockhammer, Engelbert |
| Copyright Year | 2011 |
| Abstract | Seit den fruhen 1980er-Jahren ist es in praktisch allen OECD-Landern zu einer Polarisierung der Einkommensverteilung gekommen. In diesem Artikel soll einerseits ein konzeptioneller Rahmen prasentiert werden, um verschiedene Kanale, durch die die Polarisierung der Einkommensverteilung zur Krise beigetragen hat, zu identifizieren, und sollen andererseits vier Kanale empirisch untermauert werden. Erstens wird argumentiert, dass die Polarisierung der Einkommensverteilung zu einer Stagnation der heimischen Nachfrage fuhrt. Zweitens haben sich zwei Wachstumsmodelle herausgebildet: ein kreditgetriebenes und ein exportgetriebenes. Beide Modelle wurden durch die Liberalisierung der internationalen Kapitalflusse moglich gemacht. Drittens haben sich in den kreditgetriebenen Regimen einkommensschwachere Gruppen uberproportional (im Verhaltnis zu ihrem Einkommen) verschuldet. Viertens erhoht die Polarisierung der Einkommensverteilung die Spekulationsneigung. Konkret hat das Wachstum der Hedgefonds, die vor allem die Superreichen bedienen, wesentlich zur Etablierung eines Markts fur Verbriefungen von Subprime-Kredit beigetragen. Die gegenwartige Krise ist daher als das Ergebnis einer Wechselwirkung der Deregulierung des Finanzsektors mit der Polarisierung der Einkommensverteilung zu verstehen. |
| Starting Page | 378 |
| Ending Page | 402 |
| Page Count | 25 |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Volume Number | 37 |
| Alternate Webpage(s) | https://wug.akwien.at/WUG_Archiv/2011_37_3/2011_37_3_0378.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |