Loading...
Please wait, while we are loading the content...
Software-Entwicklung zwischen Ingenieur- und Designwissenschaft: Überzeugungskraft und nützliche Widersprüchlichkeit von Software-Engineering und Software-Gestaltung
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Schulz-Schaeffer, Ingo |
| Copyright Year | 1996 |
| Abstract | In einem zentralen Praxisfeld der Softwaretechnik, der organisationsbezogenen SoftwareEntwicklung, zeichnet sich mit zunehmender Deutlichkeit eine auf den ersten Blick paradoxe Situation ab: Die lokale Praxis innerhalb von Projekten der Software-Entwicklung weicht in wesentlichen Hinsichten von der etablierten Methodik des Software-Engineering ab. Dennoch wird diese Methodik selten grundsätzlich in Frage gestellt und neuere Konzepte, die jene lokale Praxis methodisch reflektieren, kommen nur in sehr beschränktem Maße zur Anwendung. Die Rede ist von der vorherrschenden Vorstellung der sequentiellen Abarbeitung von Entwicklungsschritten einer formal spezifizierten und in handhabbare Teilaufgaben zerlegten Problemstellung als Idealfall einer ingenieurmäßig "sauberen" Vorgehensweise; von der lokalen Praxis einer inkrementellen Anpassung von Vorgaben, Zielen und Vorgehensschritten an sich wandelnde oder erst spät erkennbare Erfordernisse; und von der Reflexion dieser Praxis in Konzepten der Software-Gestaltung, die nach Wegen suchen, solche "unscharfen" Anpassungsund Einbettungsnotwendigkeiten dennoch methodisch in die SoftwareEntwicklung einbeziehen zu können. Der vorliegende Beitrag nimmt diese Beobachtung zum Anlaß, nach der Bedeutung konstruktionsleitender Orientierungsmuster in der Software-Entwicklung zu fragen. Theoretischer Ausgangspunkt ist ein dreistufiges Modell kollektiver Orientierungskomplexe der Technikentwicklung, das zwischen Leitbildern, Konstruktionstraditionen und Konstruktionsstilen unterscheidet (Abschnitt 2). Unter Verwendung dieses Modells wird die konstitutive Bedeutung einer ingenieurwissenschaftlichen Perspektive bei der Entwicklung der Softwaretechnik zu einem eigenständigen Technikfeld untersucht (Abschnitt 3) und die Entstehung einer designwissenschaftlichen Sichtweise angesichts der besonderen Probleme organisationsbezogener Software-Entwicklung betrachtet (Abschnitte 4 und 5). Eine Erklärung für die scheinbar paradoxe Situation organisationsbezogener Software-Entwicklung und damit eine vorläufige Antwort auf die Frage nach dem Verhältnis der beiden Sichtweisen ergibt sich allerdings erst, wenn man die theoretische Konzeption erweitert und die Möglichkeit und Nützlichkeit bestimmter Widersprüche zwischen zugleich gültigen Orientierungsmustern in Rechnung stellt (Abschnitt 6). |
| Starting Page | 115 |
| Ending Page | 140 |
| Page Count | 26 |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/12218/ssoar-1996-schulz-schaeffer-software-entwicklung_zwischen_ingenieur-_und_designwissenschaft.pdf?isAllowed=y&lnkname=ssoar-1996-schulz-schaeffer-software-entwicklung_zwischen_ingenieur-_und_designwissenschaft.pdf&sequence=1 |
| Alternate Webpage(s) | https://www.uni-due.de/imperia/md/content/soziologie/softwareentwicklung.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |