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Nicht-invasive Evaluierung der Mikrozirkulation beim Frühgeborenen mittels Nahinfrarotlicht- Photoplethysmographie vor und nach einer Erythrozytenkonzentrat-Transfusion und unter den Bedingungen der Neutraltemperatur und der Komforttemperatur
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Seidl, Tamara |
| Copyright Year | 2008 |
| Abstract | NIRP ist ein Verfahren, das auch in der Neonatologie problemlos bei kleinen und kleinsten Fruhgeborenen zur Beurteilung der peripheren Durchblutung eingesetzt werden kann. Es bietet jedoch keine Hilfestellung bei der Evaluierung des „optimalen“ Zeitpunkts fur eine Bluttransfusion, da die mittels NIRP abgebildete periphere Hautdurchblutung beim Fruhgeborenen durch eine Erythrozytenkonzentrat-Substitution nicht nachhaltig beeinflusst wird. Weder die aufgezeigte Abnahme bradykarder Episoden, noch das Absinken der Anzahl der Episoden mit einer Sauerstoffsattigung unter 85 Prozent, noch die gesteigerte Gewichtszunahme nach erfolgter Bluttransfusion durfte in Anbetracht der multiplen, wenn auch in der Regel selten auftretenden, jedoch stets drohenden Risiken eine unkritische Indikationsstellung zur Fremdblutgabe rechtfertigen. Selbst kleine und kleinste Fruhgeborene sind in der Lage, im Sinne einer vasomotorischen Antwort ihre periphere Durchblutung entsprechend den jeweiligen Temperaturbedingungen zu verandern. So kann ihr Organismus unter Kaltestress einen Warmeverlust mittels Vasokonstriktion reduzieren und bei Hitze mittels Vasodilatation erhohen. Im Rahmen der aktuell empfohlenen Versorgung von Fruhgeborenen unter den Bedingungen der Neutraltemperatur konnen diese durchaus Anzeichen von Kaltestress aufweisen. Dagegen kann bei einer Versorgung unter Komforttemperaturbedingungen eine Uberwarmung nachweisbar sein, weshalb Lyon und Oxley 2001 eine Erweiterung der Definition der Hyperthermie empfohlen haben (62). Ein statistisch signifikanter Einfluss einer Korperkerntemperaturerhohung um durchschnittlich 1,4°C auf die Herzfrequenz, die Atemfrequenz, den mittleren arteriellen Druck oder die Episoden mit einer Sauerstoffsattigung unter 85 Prozent konnte in der vorliegenden Arbeit nicht nachgewiesen werden. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | https://edoc.ub.uni-muenchen.de/8022/1/Seidl_Tamara.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |