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Einfluss der Ganzkörpervibration in Kombination mit Östrogen und Raloxifen auf die Skelettmuskulatur der ovarektomierten Ratte
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Schiefer, Sabine |
| Copyright Year | 2018 |
| Abstract | Durch den Wandel in der Altersstruktur treten Erkrankungen des hoheren Alters immer mehr in den Mittelpunkt unseres Gesundheitssystems. Die Behandlung der Osteoporose nimmt daher einen immer groseren Stellenwert ein. Nach dem Bekanntwerden der Nebenwirkungen der Hormonersatztherapie nehmen Medikamente, wie die SERM (selective estrogen receptor modulators), einen betrachtlichen Bestandteil der Osteoporosetherapie ein. Da die Vibrationstherapie in Untersuchungen bei minimalen Nebenwirkungen einen guten Effekt erzielen konnte, stellt sich die Frage, ob sich der positive Effekt der verwendeten Medikamente durch Vibration noch steigern lasst. Ein Vorteil der Kombinationstherapie bei der Knochenheilung wurde bereits nachgewiesen. Da der Knochen aber nicht allein fur die Stabilitat unseres Korpers verantwortlich ist, sondern vielmehr das Zusammenspiel aus Knochen und Muskeln eine wichtige Rolle spielt, lag der Fokus dieser Arbeit beim Vergleich wichtiger Muskelparameter unter Monotherapie mit Ostrogen (E), Raloxifen (RLF) und Vibration (OVX + WBV) gegenuber der Kombinationstherapie mit Ostrogen + Vibration (E + WBV) und Raloxifen + Vibration (RLF + WBV). Hierzu wurden 72 Ratten ovarektomiert, um eine Osteoporose und Sarkopenie zu erzeugen. Zwolf Tiere dienten zur Kontrolle. Nach 53 Tagen wurden alle Ratten einer Osteotomie unterzogen und mit einer Platten-Osteosynthese versorgt. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Futter der Medikamentengruppen ersetzt. 24 Tiere erhielten 10 mg/kg Futter 17s-Ostradiolbenzoate und 24 Tiere 167 mg/kg Futter Raloxifen als Futterzusatz. Ab Tag 5 nach der Osteosynthese begann die Vibrationstherapie. Hierzu wurden 36 Tiere bei 70Hz vertikal zweimal taglich fur 15 Minuten uber 37 Tage vibriert. Von diesen Ratten erhielten jeweils 12 Tiere Futter ohne Zusatz, und jeweils 12 Tiere erhielten zusatzlich zur Vibration in ihrem Futter 17s-Ostradiolbenzoate (10 mg/kg Futter) oder Raloxifen (167 mg/kg Futter). Bei der Untersuchung des Kapillar-Zell-Verhaltnisses fuhrte die Ovarektomie der Tiere im Vergleich zur Kontrollgruppe (non-OVX) zu einer Zunahme des Verhaltnisses. Bei allen Therapiegruppen (OVX+WBV, E, E+WBV, RLF und RLF+WBV) zeigte sich mit zwei Ausnahmen keine signifikante Veranderung beim Kapillar-Zell-Verhaltnis. Lediglich beim M. soleus zeigten die alleinige Vibrationstherapie und die Monotherapie mit Ostrogen eine signifikante Abnahme des Verhaltnisses. Die Monotherapie mit Vibration hat in diesem Versuch keinen positiven Effekt auf die Faserflache und den Durchmesser der Muskelzellen im Vergleich zu den ovarektomierten Tieren gezeigt. Die hochsten Werte bei der Untersuchung der Faserflache und des Querschnitts der Muskelzellen zeigten sich in den Ostrogen-Gruppen, wobei die Unterschiede zwischen der Monotherapie im Vergleich zur Kombinationstherapie meist nur minimal ausfielen. Auch das Gewicht des M. soleus zeigte die hochsten Werte unter Ostrogentherapie (Mono- und Kombinationstherapie). Somit scheint die Ostrogentherapie gegenuber der Raloxifen-Therapie einen nicht-signifikanten Vorteil zu haben, wobei hier egal ist, ob die alleinige oder die Kombinationstherapie mit Vibration angewandt wurde. Da die alleinige Ostrogentherapie aufgrund der negativen Auswirkungen nur in besonderen Fallen als alleinige Therapie indiziert ist, konnen die hier nachgewiesenen, teilweise guten Ergebnisse unter Ostrogentherapie auch in Kombination mit Vibrationstherapie keine so hohen Unterschiede gegenuber der Raloxifentherapie (Mono- und Kombinationstherapie) vorweisen, dass ein vermehrter Einsatz gerechtfertigt ware. Somit wird die Ostrogentherapie auch weiterhin in der Zukunft eher eine untergeordnete Rolle in der Behandlung der Osteoporose spielen. Der positive Therapieeffekt von Raloxifen wird nach den Ergebnissen der hier durchgefuhrten Untersuchungen durch die Ganzkorpervibration abgeschwacht. Da diese Ergebnisse jedoch nur beim M. gastrocnemius beim Durchmesser und der Faserflache bei den oxidativen + intermediaren Zellen signifikant waren und fur diesen Versuch nur ein Vibrationsschema verwendet wurde, sollten weitere Untersuchungen mit anderen Schemata erfolgen, bevor eine generelle Ablehnung der Ganzkorpervibration in Kombination mit Raloxifen erfolgt. Diese Arbeit zeigte aber auch, dass die Behandlung der Osteoporose einen positiven Effekt auf die Muskelzellen, als wichtigen Bestandteil des muskoloskelettalen Systems und dessen Stabilitat im Korper, besitzt. Aufgrund der demographischen Entwicklung sollte der Fokus in der Zukunft aber nicht nur in der Behandlung der Osteoporose, sondern auch in der Fruherkennung und Pravention liegen. Hierbei ist die Ganzkorpervibration ein wichtiger Ansatzpunkt. Da die Effekte der Vibration bei verschiedenen Schemata jedoch sehr unterschiedlich ausfallen, sollten diese in Zukunft noch eingehender untersucht werden. Wenn ein geeignetes Schema gefunden wird, ware die Vibration moglicherweise auch als Praventionsmasnahme sinnvoll einsetzbar, und die Vibrationstherapie konnte schlussendlich auch eine Unterstutzung der Behandlung mit Medikamenten darstellen. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | https://ediss.uni-goettingen.de/bitstream/handle/11858/00-1735-0000-002E-E3C9-7/Sabine_Schiefer_Dissertation_online.pdf?sequence=1 |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |