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Entwicklung und Erprobung eines dichotischen Hörtests zur Erfassung der Sprachdominanz bei epilepsiechirurgischen Kandidaten
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Hättig, H. |
| Copyright Year | 2004 |
| Abstract | Deutsch) Nach dem Prinzip synchronisierter Reimwörter wurde ein deutscher dichotischer Hörtest entwickelt und erprobt (Fused Words, FW10b). Die Reliabilitätskennwerte lagen für die innere Konsistenz bei α=0,89 und für die Re-Test-Reliabilität im Bereich von rtt=0,67 bis rtt=0,87. Der dichotische Test korrelierte hoch mit einem Paralleltest (r=.73, FW12k). In mehreren Untersuchungen fand sich keine Assoziation des dichotischen Lateralisationsergebnisses mit dem Hormonzyklus bei Frauen. Zwischen der Klassifikation im Wada-Test und der Klassifikation im dichotischen Test wurde eine hohe prozentuale Übereinstimmung beobachtet (91%). Auch in einer externen Studie wurde eine hohe Konkordanz mit einem fMRT Paradigma gefunden (97%, Hund-Georgiadis et al 2002, [50]). Unter Rechtshändern hatten 70% einen Rechts-Ohr-Vorteil, 23% einen Links-Ohr-Vorteil; bei 7% wurde kein Ohr-Vorteil beobachtet. Es bestand eine hohe Assoziation zwischen dem Lateralitätsquotient der Händigkeit und dem Lateralitätsindex Lambda aus dem dichotischen Test (R=0,76, r=0,72). Bei epilepsiechirurgischen Kandidaten mit linksoder rechtsseitigen Temporallappenläsionen, die alle durch einen Wada-Test als unilateral links-hemisphärisch sprachdominant kategorisiert worden waren, wurden Läsionseffekte analysiert (Hippocampus-Sklerose vs. extrahippocampale Läsionen). Wie erwartet ergaben sich massive Läsionseffekte für die Patienten mit den Läsionen in der linken sprachdominanten Hemisphäre. In der linken extrahippocampalen Untergruppe kam es zu einer signifikanten Abnahme der Rechts-Ohr-Punkte und gleichzeitig zu einem signifikanten Anstieg der Links-Ohr-Punkte. Die Einbeziehung von neokortikalen und anderen extra-hippocampalen Strukturen in die temporalen Läsionen war von entscheidender Bedeutung für die Unterdrückung der Antworten vom kontralateralen (rechtsseitigen) Ohr. Die Zunahme der Links-Ohr-Punkte in der Gruppe mit linksseitigen extra-hippocampalen Läsionen deutet eine kompensatorische Verlagerung von Sprachfunktionen auf die rechte Hemisphäre an, die durch den Wada Test nicht erfasst wurde. Sprachlateralität Dichotisches Hören Fused Words Test Läsionseffekte Händigkeit Epilepsiechirurgie Unterberger Wada Test Hippocampus-Sklerose Tretversuch Hormonzyklus Geschlechtseffekte Ohrvorteil Ohrunterdrückung Temporallappen Epilepsie Rechtshändigkeit Linkshändigkeit Dynamische Lateralität Rechtsohrvorteil |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| DOI | 10.18452/15134 |
| Alternate Webpage(s) | https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/15786/Haettig.pdf?isAllowed=y&sequence=1 |
| Alternate Webpage(s) | http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/haettig-heinz-2004-09-24/PDF/Haettig.pdf |
| Alternate Webpage(s) | https://doi.org/10.18452/15134 |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |