Loading...
Please wait, while we are loading the content...
Die Rolle von Fgfs und Bmps in der frühen Schilddrüsenentwicklung des Zebrafisches
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Adzic, Dejan |
| Copyright Year | 2008 |
| Abstract | Die Schilddruse ist ein endokrines Organ, das in allen Wirbeltieren vorkommt und das sich aus dem ventralen Bereich des Pharynx entwickelt. Uber die Induktionsvorgange, in dessen Verlauf ein Teil des anterioren Urdarms zur Schilddrusenanlage spezifiziert wird, ist wenig bekannt. Der klassische Induktionsvorgang beinhaltet die Sekretion eines induzierenden Faktors aus umliegendem Gewebe, das ein kompetentes Gewebe zu einer bestimmten Organanlage spezifiziert. In dieser Arbeit wurde die Rolle des Fgf- und des Bmp-Signalweges in der fruhen Schilddrusenentwicklung des Zebrafisches und eine mogliche Involvierung der beiden Signalwege in der Induktion der Schilddrusenanlage untersucht. In der embryonal-letalen Zebrafisch-Mutante hands off, die homozygot fur das hanS6-Allel ist, ist der Genlokus fur den Transkriptionsfaktor Hand2 vollstandig deletiert. In fruheren Versuchen wurde gezeigt, dass in der hanS6-Mutante die Expression schilddrusenspezifischer Gene nicht vorhanden ist und daher die Schilddruse fehlt. Da bereits gezeigt worden ist, dass Hand2 die Expression von Fgfs hochregulieren kann, wurden in dieser Arbeit Fgfs zum Zeitpunkt der Induktion der Schilddrusenanlage im Bereich des anterioren Endoderms von hanS6-Mutanten ektopisch exprimiert. Die ektopische Exposition der Fgf-Signalmolekule fuhrt zur Wiederherstellung der Schilddrusenentwicklung in hanS6-Mutanten. Die ubiquitare Herrunterregulierung des Fgf-Signalweges durch den Fgf-Blocker SU5402 in Wildtyp-Embryonen fuhrt zum Wegfall der schilddrusenspezifischen Genexpression und damit zum Eingehen der Schilddruse. Da die ektopische Exposition der Fgfs in hanS6-Mutanten kein ektopisches Schilddrusengewebe induziert und die Herrunterregulierung des Fgf-Signalweges auch lange Zeit nach der Induktion der Schilddrusenanlage zum Wegfall der Schilddruse fuhrt, ist vermutlich der Fgf-Signalweg fur den Erhalt der Schilddruse und nicht fur deren Induktion notwendig. Experimente im Huhn und in der Maus haben gezeigt, dass Bmps die Expression schilddrusenspezifischer Transkriptionsfaktoren beeinflussen konnen. Um eine Rolle des Bmp-Signalweges in der Schilddrusenentwicklung des Zebrafisches zu untersuchen wurde der Ligand Bmp2b, sowie der Bmp-Inhibitor Noggin3 in hitzeschock-indzierbaren transgenen Linien zum Zeitpunkt der Schilddruseninduktion hochreguliert. Die Uberexpression von Bmp2b fuhrt zu einer vergroserten Schilddrusenanlage, wahrend die Uberexpression von Noggin3 die Schilddrusenentwicklung inhibiert. Da nach der Schilddruseninduktion die Bmp2bUberexpression keinen vergrosernden Effekt auf die Schilddruse hat, sind vermutlich Bmps an der Induktion der Schilddrusenanlage beteiligt. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | http://kups.ub.uni-koeln.de/2398/1/Dissertation_Adzic.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |