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Bild und Wissen: Wie Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Bilder rezipieren
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Fankhauser, Regula |
| Copyright Year | 2009 |
| Abstract | Zusammenfassung: Bildkompetenz im Kontext des schulischen Sachunterrichts ist bisher wenig theoretisch modelliert und kaum empirisch untersucht worden. Die qualitativ-explorative Studie, die hier vorgestellt wird, versucht eine erste Erschliesung dieses Forschungsfeldes. Sie beschrankt sich dabei auf die rezeptive Seite von Bildkompetenz. Im Anschluss an Ansatze aus der Semiotik wird ein Kompetenzmodell entworfen, welches asthetische, erkenntnistheoretische, technische und pragmatische Dimensionen umschliest. Die empirische Uberprufung dieses Modells anhand 35 fokussierter Leitfadeninterviews mit Maturandinnen und Maturanden hat v.a. zwei Problemfelder im Zusammenhang mit dem Bildleseprozess sichtbar gemacht: Bezuglich der sprachlichen Explizierbarkeit asthetischer Bilddimensionen zeigen die Jugendlichen grose Schwierigkeiten; gerade das Bildspezifische bleibt in ihren Beschreibungen mehrheitlich stumm. Der Transfer vom Sehen zum Sagen und die Versprachlichung von Wahrnehmungserlebnissen musste daher ins Zentrum asthetischer Wirkungsforschung gestellt werden. In Bezug auf die erkenntnistheoretischen Rahmentheorien, die die Bildlekture grundieren, fallt der Abbildrealismus auf, auf dem die Rezeption grostenteils aufbaut; das Vertrauen in das (naturwissenschaftliche) Bild ist ungebrochen auch dort, wo die Rezipientinnen und Rezipienten uber detaillierteres Wissen bezuglich technischer Bildherstellungsprozesse verfugen. Es musste deshalb gezielt untersucht werden, welche Rolle technisches Wissen fur den Erwerb von Bildkompetenz tatsachlich darstellt. Die methodische Reflexion des in der Studie angewandten Designs und des Auswertungsverfahrens kommt zum Schluss, dass sich das Untersuchungsfeld uberraschend homogen abgebildet hat. Sie fuhrt dies zum einen auf die inhaltsanalytische Datenauswertung, zum andern auf das monoperspektivische Design zuruck; zukunftige asthetische Wirkungsforschung musste deshalb vermehrt das Prinzip der perspektivischen Variation berucksichtigen. |
| Starting Page | 17 |
| Ending Page | 17 |
| Page Count | 1 |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Volume Number | 10 |
| Alternate Webpage(s) | http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/download/1183/2597 |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |