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Einfluß einer postischämischen Hypothermie auf die Basalmembran bei der experimentellen zerebralen Ischämie mit Reperfusion
| Content Provider | Semantic Scholar |
|---|---|
| Author | Martens, K. Helge |
| Copyright Year | 2006 |
| Abstract | Experimentelle Untersuchungen konnten zeigen, dass es beim Schlaganfall in der Reperfusionsphase zu einer Schadigung der Basalmembran und zu einem Zusammenbruch der mikrovaskularen Integritat kommt. Dies kann zu einer intrazerebralen Hamorrhagie mit zusatzlichen neurologischen Schaden fuhren. Die systemische Thrombolyse mit rekombinantem Gewebe-Plasminogen-Aktivator (rt-PA) zielt auf die Fibrinolyse des Thrombus, der das Hirngefas verschliest, um den zerebralen Blutflus wiederherzustellen und den Infarkt zu verkleinern. Jedoch haben klinische Studien gezeigt, dass die Thrombolyse die Gefahr einer intrazerebralen Blutung steigert. Klinische und experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass eine postischamische Hypothermie das Infarktvolumen verkleinern kann. Der postulierte Wirkungsmechanismus einer Hypothermie ist die Verminderung der Aktivitat unspezifischer und spezifischer proteolytischer Systeme (z.B. endogene Plasminogenaktivatoren (u-PA und t-PA) oder die Matrix-Metallo-Proteinasen MMP-2 und MMP-9). Ziel dieser Arbeit war es, den Einflus einer postischamischen Hypothermie auf die Basalmembran der Hirngefase nach einer zerebralen Ischamie mit Reperfusion zu untersuchen und mogliche Schadigungsmechanismen darzulegen. Hierzu wurde bei narkotisierten, beatmeten Ratten eine 3-stundige transiente fokale zerebrale Ischamie mit 24-stundiger Reperfusion erzeugt. Postischamisch wurde durch extrakorporale Kuhlung eine 24-stundige milde bis moderate Hypothermie erzeugt und mittels Temperatursonde standig gemessen und uberwacht. Nach Beendigung des Versuches wurden die Hirne entnommen und einer volumetrischen, immunohistochemischen und biochemischen Aufarbeitung und Auswertung zugefuhrt. Es konnte gezeigt werden, dass eine postischamische Hypothermie die Degradation der Basalmembran zum grosen Teil verhindert und die Infarktgrose signifikant reduziert. Gleichzeitig kommt es durch diesen strukturellen Erhalt der Basalmembran zu einem funktionellen Erhalt der Integritat und zu einer Verminderung der Extravasation von korpuskularen und nichtkorpuskularen Blutbestandteilen. Zusatzlich konnte eine mogliche Ursache fur die Degradation der Basalmembran und den Verlust der mikrovaskularen Integritat aufgezeigt werden. Die postischamische Hypothermiebehandlung verhinderte die Steigerung der Aktivitat der Plasminogen-Aktivatoren u-PA und t-PA und der Matrix-Metallo-Proteinasen MMP-2 und MMP-9. Wir schliesen aus den vorliegenden Untersuchungen, dass eine postischamische Hypothermie das Risiko des Auftretens einer Hamorrhagie als gefurchtete Komplikation nach einer zerebralen Ischamie senken kann. Dies gewinnt zusatzlich an Bedeutung, da die therapeutische Anwendung der systemischen Thrombolyse die Gefahr des Auftretens einer Hamorrhagie steigert. Eine systemische Thrombolyse in Kombination mit einer Hypothermie ware eine mogliche Therapieoption, um die Gefahr des Auftretens einer intrazerebralen Blutung zu vermindern. Der genaue Pathomechanismus ist jedoch nach derzeitigem Kenntnisstand unklar. Deshalb sind vor der Anwendung beim Menschen noch weitere experimentelle und klinische Studien notwendig. |
| File Format | PDF HTM / HTML |
| Alternate Webpage(s) | https://edoc.ub.uni-muenchen.de/5786/1/Martens_Helge.pdf |
| Language | English |
| Access Restriction | Open |
| Content Type | Text |
| Resource Type | Article |